Oliver Sigrist: Autor. Läufer. Schwarzwald-Kenner.

Oliver Sigrist lebt in Pforzheim, ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder. Seine tiefe Verwurzelung in der „Goldstadt“ und die Liebe zum Nordschwarzwald bilden das Fundament seiner packenden Regionalkrimis.

Im Hauptberuf ist Oliver Sigrist als Reha-Ausbilder für IT-Berufe im Berufsförderungswerk in Schömberg tätig. Diese tägliche Verbindung zwischen technischer Präzision und der Arbeit mit Menschen prägt auch seinen Blick auf die Figuren seiner Romane. Einen notwendigen geistigen Ausgleich findet er in der Literatur: Besonders die Werke des 20. Jahrhunderts – von Heinrich und Thomas Mann über Hermann Hesse bis hin zu Günter Grass und Martin Walser – sowie die Bücher aktueller Autoren haben seinen eigenen Stil und sein Verständnis für komplexe Erzählstrukturen geschärft.

Zwischen sportlicher Aktivität und mörderischer Spannung

Der Schwarzwald ist für Sigrist jedoch kein reines Leseparadies, sondern aktiver Lebensraum. Als leidenschaftlicher Läufer und Radfahrer erkundet er regelmäßig die steilen Hänge und einsamen Pfade des Enz- und Nagoldtals. Diese physische Nähe zur Natur fließt unmittelbar in seine Texte ein: Die Leser spüren die Kälte des Nebels und die Anstrengung der Anstiege, während sie seinen Protagonisten begleiten.

Die Welt des Sebastian Strauchner

Die Parallelen zwischen dem Autor und seinem Ermittler, Kriminalhauptkommissar Sebastian Strauchner, sind dabei bewusst gewählt. Wie sein Schöpfer ist auch Strauchner in Pforzheim zur Schule gegangen, bevor es ihn für seine Karriere zur Kripo nach Stuttgart zog. Nach der Trennung von seiner Frau kehrt der Kommissar jedoch zu seinen Wurzeln zurück und übernimmt Fälle im malerischen Calw.

Es ist eine Rückkehr in die Stadt Hesses, die Strauchner vor neue Herausforderungen stellt. Den Ausgleich zum Dienst sucht er bevorzugt dort, wo auch Oliver Sigrist oft anzutreffen ist: beim Laufen auf den Höhen von Schömberg oder entlang der Enz. Während der Kommissar dort den Kopf für schwierige Ermittlungen freibekommt, findet der Autor in der Ruhe des Waldes die Inspiration für seine nächsten Fälle.

Mit einem scharfen Blick für lokale Details und die großen literarischen Vorbilder im Hinterkopf verbindet Oliver Sigrist authentisches Lokalkolorit mit moderner, psychologisch fundierter Krimispannung.