Wie aus einem Impuls ein Schwarzwaldkrimi wurde
Kennen Sie das? Man schlägt die letzte Seite eines Buches zu, legt es beiseite und denkt sich mit einer Mischung aus Bewunderung und Übermut: „Das kann ich auch!“
Genau so fing es bei mir an. Als begeisterter Leser der großen Literaten des 20. Jahrhunderts – von Thomas Mann bis Hermann Hesse – und Fan aktueller Kriminalliteratur, wuchs in mir die Idee: Warum nicht die Abgründe, die ich in der Literatur so schätze, in meine eigene Heimat verlegen? Warum nicht den Nordschwarzwald, den ich beim Laufen und auf dem Fahrrad bis in den letzten Winkel erkunde, zur Bühne für ein Verbrechen machen?
Der Schreibtisch und die Laufschuhe
Die Entscheidung war gefallen: Ein Regionalkrimi sollte es werden. Doch wer schreibt, merkt schnell, dass zwischen dem Gedanken „Das kann ich auch!“ und dem fertigen Manuskript tausende von Wörtern, verworfene Ideen und so mancher literarische Muskelkater liegen.
Mein Anker in diesem Prozess war und ist meine Heimat. Pforzheim, meine Heimatstadt, und Schömberg, wo ich im Berufsförderungswerk angehende IT-Berufe ausbilde, sind für mich mehr als nur Arbeits- und Wohnorte. Sie sind Inspirationsquellen. Wenn ich durch das Enztal laufe oder mich die Steigungen im Nagoldtal hinaufkämpfe, entstehen die besten Dialoge in meinem Kopf.
Sebastian Strauchner: Ein alter Bekannter
Aus diesen Überlegungen heraus wurde Sebastian Strauchner geboren. Er ist mir in vielerlei Hinsicht ähnlich – ein Pforzheimer durch und durch, der die Stadt und ihre Menschen kennt. Er hat die Karriere bei der Kripo Stuttgart hinter sich gelassen, um nach einer persönlichen Zäsur in Calw neu anzufangen.
Strauchner ist kein Superheld. Er ist ein Mann, der – genau wie ich – den Kopf beim Laufen in Schömberg freibekommt und der sich in der malerischen Kulisse von Calw mit menschlichen Abgründen auseinandersetzen muss, die so gar nicht zur Idylle passen wollen.
Was Sie hier erwartet
In diesem Blog möchte ich Sie mitnehmen auf meine Reise als Autor. Ich werde über die Tatorte im Nordschwarzwald berichten, über die Herausforderung, IT-Logik mit Krimispannung zu verbinden, und natürlich über den Fortschritt von Sebastian Strauchners Ermittlungen.
Vielleicht denken Sie am Ende meiner Beiträge ja auch einmal: „Das kann ich auch!“ – ob es nun das Schreiben eines Buches, eine Radtour durchs Nagoldtal oder der Griff zu einem Klassiker von Grass oder Walser ist.
Ich freue mich, dass Sie dabei sind. Auf eine mörderisch gute Zeit im Schwarzwald!
Ich bin gespannt! Falls du etwas „zwischendurch“ zu lesen hast, freue ich mich, dir da als „Testleser“ helfen zu können. Falls du Tipps in Sache regionalen Verlag brauchst, melde dich auch gern. Ich kann dich da mit Adressen und guten Leuten versorgen.